Aus Stein, Kalk und Arve: Die neuen Bäder der Chasa Chalavaina


Handwerk

Umbau der Badezimmer Winter 2026/2027

Wer die Chasa Chalavaina betritt, spürt zuerst die Ruhe. Steinwände, Kalkfarben, Stuben aus Arvenholz, alte Mörtelböden unter den Füssen – kein Detail drängt sich in den Vordergrund, und doch trägt jedes seine eigene Geschichte. Fast 800 Jahre alt ist dieses Haus, und noch immer zeigt es sich in seiner ursprünglichen Form.



Nun bauen wir um – nicht gegen diese Geschichte, sondern mit ihr: Die Badezimmer der Chasa Chalavaina werden erneuert.

Ab dem 25. Oktober 2026  wird es still in der Chasa Chalavaina. Wir nehmen uns die Zeit, die dieses Vorhaben verdient, und bauen bis im April 2027 um. In dieser Zeit ruht das Haus – und wächst zugleich einer neuen Etappe seiner Geschichte entgegen.

 

 

Stein, Kalk und Arve

 

Für die neuen Bäder setzen wir auf eine Sand-Kalk-Spachtelung, auf Laaser Marmor und auf Arvenholz aus dem Val Müstair. Drei Materialien, die nicht neu sind – sie waren immer schon da.

 

Der Sand stammt aus dem Rambach, der Kalk aus dem traditionellen Kalkbrand in Sur En, nur zwanzig Kilometer Luftlinie entfernt. Diese Verbindung knüpft direkt an die ursprüngliche Bauweise der Chasa Chalavaina an: diffusionsoffen, feuchtigkeitsregulierend, dauerhaft. Thomas, der bei uns arbeitet, beherrscht diese alte Technik der Sand-Kalk-Spachtelung und wird die Arbeiten selbst mit ausführen – so bleibt das Wissen im Haus, auch für später anfallende Reparaturen.

 

Der Laaser Marmor kommt ebenfalls aus der Nähe, ebenfalls rund zwanzig Kilometer entfernt. Schlicht, hochwertig, langlebig – er fügt sich in die historische Architektur, als hätte er nie woanders hingehört.

 

Und die Arve. Im Val Müstair hat sie eine lange handwerkliche Tradition – ihre warme Farbe, die feine Maserung, der unverwechselbare Duft. Unser Schreiner Linard wird aus Arvenholz aus den Wäldern des Tals die Einrichtung der Bäder fertigen: Spiegelhalterungen, Handtuchhalter, Ablagen. Kleine Dinge, von Hand gemacht, die den Charakter des Hauses weitertragen.

 

 

Warum es uns wichtig ist

 

Natürliche, regionale Materialien bedeuten kurze Wege, einfache Pflege und eine deutlich bessere ökologische Bilanz als industriell gefertigte Standardprodukte. Kalk, Sand, Naturstein und Holz sind vollständig wiederverwendbar, ganz ohne synthetische Zusätze. Sie lassen sich von unseren eigenen Handwerkern unterhalten und ausbessern – so bleibt auch die Sorge um das Haus dort, wo sie hingehört: im Tal.

Und sie stärken, was uns am Herzen liegt: das Handwerk, die Menschen, die es ausüben, und die Wertschöpfung, die im Val Müstair bleibt, statt anderswo zu entstehen.

 

 

Ein Bad wie das Haus selbst

 

 

Am Ende entstehen Bäder, die funktional sind und zeitlos – unabhängig von Trends, beständig über Jahre. Sie erzählen dieselbe Geschichte wie das ganze Haus: von Materialien, die aus der Erde kommen, von Menschen, die sie mit Sorgfalt verarbeiten, und von einem Ort, der sich selbst treu bleibt.



 

Neugierig auf die neuen Badezimmer? 

Zimmer ab Ende Mai 2027 reservieren.

 

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Routenplaner

 

 


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